Kennzahl: 2020-17

ABGESAGT: Musiktraditionen aus Süditalien und Balkan

16. Mai 2020
09:30 Uhr - 17:00 Uhr
Landesmusikschule Kitzbühel und Umgebung
TeilnehmerInnen: maximal 25
Zielgruppe: Lehrkräfte aus den Fachgruppen: Saiten-Zupf, Holzbläser, Streicher, Gesang und Stimme

Beschreibung:

Einmal quer durch Europa - Musiktraditionen von Frankreich über Sizilien bis zum Bosporus

 

Dieser Workshop ist zweigeteilt: Zum einen beschäftigen wir uns mit neapolitanischen Villanellen, zum anderen mit ungeradtaktiger Musik des Balkans:

Neapolitanische Villanellen

Leidenschaftliche und zeitlos schöne Straßenlieder, die erst zu Kunstliedern am Hof zu Neapel wurden, dann das Europa des 16. Jahrhunderts eroberten und bis heute als Volkslieder überlebt haben. 

Neapel war vom 16. Jahrhundert an eine Hochburg der Musik. Die spanische Herrschaft provozierte den Stolz der Neapolitaner auf ihre Sprache und ihre Musik dermaßen, dass daraus eine damals neue Musikrichtung entstand, die „Villanella“ (=Mädchen von Land). Erst von Straßensängern in den Tavernen aus dem Stegreif komponiert, erreichten diese Lieder eine solche Popularität, dass sie schon bald bei Hof Einzug fanden und sich in kürzester Zeit wie ein Lauffeuer über ganz Europa verbreiteten.

 

Von 5/4 bis 11/8 - Musik aus dem Balkan

Tanzmusik und mehrstimmige Gesangsstücke aus Bulgarien, Mazedonien und Serbien. 

Wir wollen der Faszination der Bulgarischen Stimmen und der Musik der Balkanländer mit ihren für unsere Ohren ungewöhnlichen Harmonien und ungeraden Rhythmen auf den Grund gehen und diese Musik, die ins Ohr und in die Beine geht, besser kennenlernen.

 

Instrument bitte mitbringen.

Organisation: FGL Robert Morandell, Tel.: 0676 88 508 82 532 Mail: saiten-zupf@musikschulen.at

Peter Rabanser

Gesang, Oud, Gitarre, Chalumeau, Schilfflöten, Sackpfeifen, Perkussion u.a…

Geboren 1964 in Innsbruck.

Nach einigen Jahren Gitarrenunterricht (Halef Krug) in Ibk begann er, sich auf Zupf- und Holzblasinstrumente des Balkans und der arabischen Welt zu spezialisieren.

1982 begründete er mit M. Ambrosini das Ensemble für Alte Musik „ONI WYTARS“. Damit begann eine intensive Auseinandersetzung mit der Erforschung und Wiederbelebung süd- und osteuropäischer Musiktraditionen sowohl im Bereich der Alten als auch der traditionellen Musik.

Seit 1997 leitet er Seminare für Musik des Mittelalters und der Renaisance sowie traditionelle süd- und osteuropäische Musik in Österreich, Deutschland und Italien. Er arbeitet mit Musikern verschiedener internationaler Ensembles in Musiktheaterprojekten als Musiker und Arrangeur.

Zahlreiche Konzertreisen in viele Länder Europas, Ungarn, Polen, Israel, Canada, Taiwan, als Solist u.a. in Konzerten und Festivals wie : „Terra dels Trobadors“ -Spanien, „Castel dei mondi“ -Italien, „Ye hiam Early music festival“ -Israel, „Innsbrucker Festwochen der Alten Musik“, „Styriarte“, „Konzerthaus Wien“ -Österreich, Sillery Early music festival“ -Canada, „Alte Oper Frankfurt“ auf.

Mit seinem multikulturellen Projekt „Yalla Babo Express Orchestra“, gewann er 2004 einen „RUTH, der deutsche Weltmusikpreis“.

Ausserdem  CD- und Rundfunkproduktionen (HR, WDR, BR) mit den Ensembles „Oni Wytars“, „Katharco Early Music Consort“, „Yalla Babo Express Orchestra“ (D), „Accentus“, „Unicorn“ (A),  „Ensemble Llull“ -Spanien sowie mit renommierten internationalen Musikern wie Glen Velez, Renaud Garcia-Fons und René Clemencic.